Chaos im Hause Tudor

Das Klassenspiel der 8. Klasse

Ein Theaterstück nach Mark Twain von Bernd Kolarik

Freitag, 31.01.2020 und Samstag, 01.02.2020 jeweils um 19:30 Uhr

In der Klasse 8 wird in der Waldorfschule traditionell ein Theaterstück aufgeführt. Jeder einzelne Schüler muss sich mit Leib und Seele einbringen und dazu beitragen, damit das Theaterstück gelingt. Unzählige kleine und große Aufgaben müssen gemeistert werden, da das Theaterspielen sehr facettenreich ist und den Schülern viele Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Die Wahl ist in diesem Jahr auf ein parabelhaftes beinahe historisches Stück gefallen: „Chaos im Hause Tudor“, nach Mark Twain von Bernd Kolarik das Jung und Alt ansprechen soll. ZUM INHALT: London im 16. Jahrhundert: Unter König Henry VIII. ist das Volk in einen wohlhabenden Adel und die große Menge der armen Leute gespalten. Die Bettlerin Ann träumt von einem besseren Leben, während die in strengen Etiketten lebende Kronprinzessin Johanna gerne freier leben würde. Bei einer zufälligen Begegnung tauschen die beiden ihre Kleider und somit auch ihre Identitäten, denn niemand bemerkt den Rollentausch. Fortan muss die Prinzessin von Anns Vater Erniedrigungen über sich ergehen lassen. Doch auch Ann merktschnell, dass im Westminster-Palast längst nicht alles Gold ist, was glänzt. Bis die jungen Damen ihre Identitäten am Ende wieder tauschen können, erleben beide noch so manche Abenteuer, denn beide Mädchen haben Glückund Geschick. Als die Verwechslung ans Licht kommt, erlässt die echte Königin Johanna gerechtere Gesetze und Ann setzt ihre Erfahrungen in einer Schule für Bettlerkinder um. Muntere Komik verleihen dem Stück aber auch Tiefe: In diesem Stück der 8. Klasse steht die Frage nach der „Lebensrolle“ im Mittelpunkt. Welche Rollen spiele ich? Wähle ich sie frei oder bin ich dazu gezwungen? Kann ich diese ändern oder muss ich sie annehmen und akzeptieren? Es ist letztlich die Frage nach Freiheit und Unfreiheit im menschlichen Leben und Schicksal.


Informationstage am 24. + 25.01.2020

Am 24. + 25. Januar 2020 laden wir alle interessierten Eltern zu den diesjährigen Informationstagen ein. fws_infotage_flyer_2020

Erziehungsziele und -methoden sowie ihre praktische Umsetzung im Unterrichtsalltag werden beispielhaft dargestellt. In Workshops können eigene persönliche Fragen beantwortet werden. Das Bildungskonzept der Waldorfschule ist auf die Weite in den Kindern liegenden Veranlagungen und Begabungen ausgerichtet. Die Erziehung ist ganzheitlich. Kopf, Herz und Hand werden angesprochen. Neben den klassischen Bereichen schulischen Lernens gibt es eine besondere Förderung durch ein vielseitiges Angebot künstlerisch-praktischer Unterrichtsfächer sowie Betriebs- und Sozialpraktika in der Oberstufe. Die Ausrichtung auf das Praktische leistet einen wichtigen Beitrag zur Willenserziehung. Waldorfpädagogik sieht Erziehung nicht als pures Leistungstraining an, sondern als Kunst zur Förderung der Individualität des Menschen. Sie strebt die Ausbildung von Fähigkeiten an, die sich über den Bereich der Wissensaneignung hinaus ebenso auf Handlungs-, Sozial- und personale Kompetenz erstrecken- Fähigkeiten, die in unserer Lebens- und Arbeitswelt eine immer größere Bedeutung haben.

Den Erwerb dieser Schlüsselqualifikation, die das in unserer Zeit notwendige lebenslange Lernen erst ermöglichen, stellen die Schüler nach 12-jähriger Schulzeit beim Waldorfabschluss unter Beweis. Darüber hinaus können auch die staatlichen Schulabschlüsse an der Vaihinger Waldorfschule erworben werden (Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, Abitur). Eltern und Lehrer arbeiten in der Waldorfpädagogik in einem intensiv gepflegten Kontakt zusammen. Die Waldorfschule wird durch die Mitarbeit der Eltern erst möglich: gemeinsam mit dem Lehrerkollegium, Mitarbeitern, Schülern und Schülerinnen und Freunden gestalten sie die geistige, rechtliche und wirtschaftfliche Entwicklung der Schule.

Wir freuen uns darauf, Sie begrüssen zu dürfen!


Oberuferer Weihnachtsspiele am 18.12.2019

Paradeisspiel / 17:00 Uhr (frei für Kinder ab Klasse 3)

Christgeburtspiel / 18:30 Uhr

Die Kumpaneien laden Sie herzlich ein, die Spiele als gemeinschaftliches Erlebnis zwischen Publikum und Spielern entstehen zu lassen. Wir freuen uns auf Sie! Der Eintritt ist frei.

Außerdem freuen wir uns sehr, dass nach vielen Jahren das Dreiköngspiel ebenfalls wieder aufgeführt wird - am 06.01.2020 um 19:00 Uhr, ebenfalls im Saal der Schule.

Die Oberuferer Weihnachtspiele sind Teil eines Zyklus von Spielen um biblische Ereignisse, sogenannten Mysterienspiele, wie sie im Mittelalter häufig waren. Das Paradeis-Spiel, das Christgeburt-Spiel und das Dreikönig-Spiel wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts von Karl Julius Schröer wiederentdeckt und veröffentlicht. Benannt sind sie nach dem Entdeckungsort „Oberufer“ einem bis 1918/20 von Deutschen und zu von Ungarn besiedelten Dorf an der gleichnamigen Donaufurt/Fährstelle. Der Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner, gab eine leicht modifizierte Fassung dieser Spiele heraus und regte Aufführungen an. Die Lehrer der ersten Waldorfschule führten die Präsentation für ihre Schüler ein. Sie werden alljährlich in Waldorfeinrichtungen um die Weihnachtszeit von Schülern, Lehrern, Mitarbeitern und manchmal auch Eltern oder mit der jeweiligen Einrichtung verbundenen Menschen aufgeführt.

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