Jugend in kalter Zeit – Theaterprojekt der 11. Klasse

Schaupspiel von Gerald Friese

frei nach dem Roman »Jugend ohne Gott« von Ödön von Horváth

Regie Gerald Friese

Freitag, 13.07. + Samstag, 14.07.2018 jeweils um 19:30h / Saal

Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen: Intelligenz, Anständigkeit und Nationalsozialismus. Man kann intelligent und Nazi sein. Dann ist man nicht anständig. Man kann anständig und Nazi sein. Dann ist man nicht intelligent. Und man kann anständig und intelligent sein. Aber dann ist man kein Nazi.

Gerhard Bronner

Das klingt nach Lehrkraftzersetzung! Hauptcharakter dieses Dramas ist ein junger Geschichtslehrer, der den Alltag im Dritten Reich erlebt. Obwohl er die Mechanismen und die Parolen der Nationalsozialisten durchschaut, verhält er sich aus Furcht vor Repressionen und aus Angst, seine gesicherte Pension zu verlieren, systemkonform. Erst als in seiner Klasse während eines Zeltlagers in den Bergen der „deut- schen Heimat“ ein Mord geschieht, zwingt ihn sein Gewissen im Verlaufe des Gerichtsverfahrens gegen den angeklagten Schüler und vermeintlichen Mörder zu einer sehr gewagten Stellungnahme. Denn er hält einen anderen Jugendlichen für den Täter. Wird die Roman-Vorlage »Jugend ohne Gott« von Ödön von Horvath, erschienen 1937, als Antikriegs-Roman bezeichnet, so darf man selbstver- ständlich auch die sehr freie Adaption und Dramatisierung durch Autor & Theater-Regisseur Gerald Friese ein Antikriegs-Schauspiel nennen. Mit Humor und unerwarteten Wendungen offenbaren sich in seinem Stück die hohlen Phrasen und offenbaren Irrtümer einer kalten und blutleeren Blut- und-Boden-Ideologie.


Flohmarkt am 24. Juni 2018

Am Sonntag, den 24. Juni 2018, findet in der Zeit zwischen 10:00 - 16:00 Uhr ein Flohmarkt an unserer Schule statt.

Wir möchten damit an den großen Erfolg unseres Flohmarktes vom Vorjahr anknüpfen.

Auch in diesem Jahr wird es wieder tolle Artikel geben:

Kleidung / Spielwaren / Haushaltsartikel / Bücher / Antikes / Raritäten/ Kurioses uvm.

Am selben Tag wird es einen Spendenlauf rund ums Schulgelände geben. Mit den Spendeneinnahmen sowie dem Erlös aus dem Flohmarkt wollen wir der Realisierung eines Kleinspielfeldes einen großen Schritt näher kommen. flyer_tartanplatz

Der Flohmarkt und der Spendenlauf finden bei jedem Wetter statt. Zahlreiche Parkmöglichkeiten finden Sie am nahegelegenen Bahnhof.


Öffentliche Schulfeier am 28.04.2018 um 10:00h

Wir laden alle Interessierten zur Schulfeier ein. In der Pause kann man in der Mensa eine Kunstausstellung besuchen. Gezeigt werden Arbeiten aus der Oberstufe. Im Anschluss an die Schulfeier wird eine Schulführung angeboten.

Seit der Begründung der ersten Waldorfschule 1919 gehören die damals so genannten Monatsfeiern wie selbstverständlich zum Profil der Waldorfpädagogik. Für die kleinen Schüler ist der Blick auf die „Großen“ etwas Selbstverständliches. Sie sind ihnen Vorbild und Wegweiser. Staunend verfolgen sie, was auf der Bühne geschieht. Manchmal hört man die Frage: „Machen wir das auch mal?“ Die größeren Schüler erinnern sich bei den Beiträgen der jüngeren vielleicht an ähnliche Beiträge, die sie in diesem Alter vorgeführt haben und staunen manchmal, mit welcher Ernsthaftigkeit da aufgetreten wird. Außerdem lernen die Schüler bestimmte Seiten ihrer Lehrer kennen: Einige zeigen selten etwas, andere treten häufig mit verschiedenen Klassen auf, zeigen möglicherweise oft Ähnliches, man weiß schon, was einen erwartet. Auch die Wahrnehmung der Klassen untereinander wird nicht unwesentlich durch die Beiträge bei den Monatsfeiern geprägt. Für jeden einzelnen Schüler stellt ein Auftritt gewisse Anforderungen, die bewältigt sein wollen und die wiederum ermutigen, wenn sie gemeistert werden. Auch für die Lehrer stellt die Monatsfeier eine Herausforderung dar. Wenn die Beiträge geplant werden, ist manchmal kaum abzuschätzen, wie weit die Klasse im gemeinsamen Übungsprozess voranschreiten kann. Wird das Geübte gelingen? Wie viel Werkstattcharakter darf es haben? Manchmal kann man als Lehrer nur staunen, wie einzelne Schüler regelrecht über sich hinauswachsen oder wie eine ganze Klasse gemeinsam einen Schritt vorwärts geht. Als Eltern freut man sich in der Regel, die eigenen Kinder innerhalb ihrer Klasse zu erleben. Gleichzeitig kann man einen Eindruck gewinnen von dem, was an der Schule lebt. Für Schüler und Lehrer bildet die interessierte Elternschaft eine nicht zu unterschätzende Hülle, in der sich das Schulleben gedeihlich entwickeln kann. Zuletzt sei noch ein Aspekt erwähnt, der mit der ursprünglichen Intention der Monatsfeier wenig zu tun hat, aber unseren Zeiterfordernissen entspricht. Dadurch, dass fast alle Fächer einen Einblick in ihre pädagogische Arbeit gewähren, stellen Monatsfeiern für die Schule eine besondere Möglichkeit dar, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren.